Oszillierende, Schall- oder Ultraschallbürsten: Es gibt eine Vielzahl elektrischer Zahnbürsten, deren Hersteller herausragende Putzergebnisse versprechen. Doch können die Geräte wirklich mehr als die herkömmliche Handzahnbürste?
Elektrische Zahnbürsten können die Mundhygiene erleichtern, insbesondere wenn die feinmotorischen Fähigkeiten eingeschränkt sind. Doch eine gute und schonende Reinigung gelingt auch hier nur mit der richtigen Putztechnik.
Putzen elektrische Zahnbürsten besser?
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass elektrische Zahnbürsten gründlicher putzen als die Handzahnbürste. Sie entfernen mehr bakterielle Beläge und verringern außerdem das Risiko für Zahnfleischentzündungen – die korrekte Anwendung immer vorausgesetzt. Eines kann als gesichert gelten: Bei gleicher Putzdauer erzielen die elektrischen Modelle eine größere Reinigungswirkung als das Bürsten mit der Hand.
Druck lass nach!
Ganz wichtig ist es, nicht zu fest aufzudrücken, denn das kann Zahnfleisch und Zähne schädigen. Viele elektrische Bürsten haben deshalb Sensoren zur Druckkontrolle, die warnen, wenn die Borsten zu stark auf die Zähne gepresst werden.
- Nicht schrubben: Festes Schrubben oder kreisende Bewegungen sind nicht nötig – die elektrische Bürste übernimmt die Putzarbeit, Sie führen die Borsten nur an den Zähnen entlang.
- Zwei Minuten: Die Putzdauer ist dieselbe wie bei der Handzahnbürste. Ein Timer hilft, die Zeit einzuhalten.
- Systematisch vorgehen: Zahnärzte teilen das Gebiss in vier Quadranten – oben links, oben rechts, unten rechts, unten links. Putzen Sie einen nach dem anderen; viele Geräte geben dafür alle 30 Sekunden ein Signal.
So starten Sie richtig
- Eine erbsengroße Menge fluoridhaltiger Zahncreme reicht für sehr gute Putzergebnisse.
- Die Zahnpasta zuerst mit ausgeschalteter Bürste grob über alle Gebissbereiche verteilen, erst danach einschalten.
- Alle Zahnflächen erreichen: Für die Innenseiten der Frontzähne die Bürste eventuell hochkant aufsetzen.
Welches Bürsten-Modell darf es sein?
Im Detail hängt die richtige Putztechnik von der Art Ihrer Zahnbürste ab. Zwei Technologien dominieren den Markt:
- 01
Oszillierend-rotierend
Erkennbar am kleinen, runden Bürstenkopf. Jeden Zahn einzeln einige Sekunden putzen: Borsten gerade am Zahnfleischrand aufsetzen, den Bürstenkopf an der Zahnreihe entlangführen und den Rundungen der Zähne folgen – also leicht in die Zwischenräume schwenken. Auf den Kauflächen die Borsten senkrecht aufsetzen.
- 02
Schallzahnbürste
Erkennbar am größeren, länglichen Bürstenkopf. Das Borstenfeld schräg im Winkel von etwa 45 Grad am Zahnfleischsaum aufsetzen, etwa die Hälfte der Borsten liegt auf dem Zahnfleisch. Einige Sekunden auf der Stelle verweilen, damit die Borsten den Belag lockern, dann mit einer leichten Drehung zur Zahnoberseite hin auswischen. Nicht schrubben!
Fragen zur Zahnreinigung?
Sprechen Sie uns an! In unseren Prophylaxe-Beratungen zeigen wir Ihnen die passende Putztechnik für Ihre Zahnbürste und erklären ausführlich, wie die professionelle Zahnreinigung funktioniert.